Masterstudiengang

Der Masterstudiengang "Forschung in Gestaltung, Kunst und Medien" richtet sich an Absolventen und Absolventinnen künstlerisch-gestalterischer Studiengänge ebenso wie an Geistes- und Kulturwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen.

Er bietet die Möglichkeit, eigene Projekte in den Bereichen Film und Video, New Media oder Visuelle Kommunikation zu entwickeln. Auf der Basis von selbstgewählten Themenstellungen werden die Studierenden in einem interdisziplinären Team an verschiedene Formen der akademischen, künstlerischen und digitalen Wissensbildung und -kommunikation herangeführt. Die jeweiligen Themen werden dabei nicht nur intensiv erforscht, sondern auch in experimenteller, künstlerisch-gestalterischer Praxis artikuliert. Die Möglichkeiten und Herausforderungen der zunehmend digitalen Wissensgenerierung und -verbreitung genießen dabei besondere Aufmerksamkeit.

Welche Art von Erkenntnissen bringt Film hervor, wie können diese kommuniziert und reflektiert werden? Wie sind Designer und Designerinnen an wissensbildenden Prozessen beteiligt? Wie können die Geisteswissenschaften die Potenziale der digitalen Welt kuratieren, nutzen und hinterfragen? Welche Bedeutung kann instabiles, auf experimentellem Wege gewonnenes Wissen in der öffentlichen Kommunikation haben? Mit seinem innovativen Konzept greift der Studiengang zwei der virulentesten Themen der zeitgenössischen Künste und der Geisteswissenschaften auf. In der derzeit kontrovers geführten Debatte um die künstlerische Forschung, wird die Frage verhandelt, ob und inwieweit künstlerische Verfahren eigenständiges Wissen hervorbringen und welche Arten von Kommunikation durch diese oft experimentellen Formen entstehen können. Die digital humanities wiederum fordern die Einbeziehung digitaler Praktiken und Gegenstände in das Methoden- und Themenrepertoire der geisteswissenschaftlichen Arbeit. Aus der traditionell eher reflektierenden Herangehensweise soll eine generative, kollaborative, ästhetische Praxis werden. Beiden Ansätzen gemein ist ein tiefes Hinterfragen klassischer Kategorien von Forschung, Praxis, Wissen, Kunst und Design.

Ziele

Das Masterprogramm vermittelt vor allem die Befähigung zu einer forschungsbasierten, künstlerisch-gestalterischen und/oder digitalen Praxis. Es zielt auf die Vermittlung der Fähigkeit, ein eigenes künstlerisch-gestalterisches Projekt zu entwerfen und umzusetzen. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, komplexe Sachverhalte zu recherchieren, zu durchdringen, ihr Wissen zu organisieren und dieses Wissen in der eigenen freien, angewandten oder forschenden Arbeit weiterzuentwickeln. Durch die Kenntnis maßgeblicher künstlerisch-gestalterischer sowie kunsttheoretischer und kulturwissenschaftlicher Positionen festigen sie ihre eigene Haltung als Künstlerin und Künstler, Designer und Designerin oder Forscherin und Forscher.

Die Absolventinnen und Absolventen können verantwortliche Tätigkeiten im Kulturbereich übernehmen und in den Medien, in Agenturen, Verlagen, Stiftungen sowie im öffentlichen Kultursektor Projekte initiieren und realisieren. Die Entwicklung eines eigenständig konzipierten transdisziplinären Vorhabens ist für die heutige, oftmals projektbasierte Arbeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft essentiell. Die Absolventinnen und Absolventen sind imstande, gesellschaftlich relevante Themen zu identifizieren, ausgehend von diesen Themen offene Fragen zu umreißen und zu bearbeiten und ihre Erkenntnisse in einem der Fragestellung angemessenen medialen Rahmen zu artikulieren.

Studienablauf

Der Studiengang ist je nach Voraussetzung drei- oder viersemestrig konzipiert. Absolventen von Diplom- oder 7-semestrigen Bachelorstudiengängen (210 Credits) studieren drei Semester (Start im Wintersemester). Absolventen 6-semestriger Studiengänge (180 Credits) durchlaufen vorab eine einsemestrige Eingangsphase (Start im Sommersemester).

In diesem Vorsemester werden wissenschaftlich vorgebildete Studierende in die praktische Handhabung verschiedener Medien eingeführt, es werden Grundlagen der Videoproduktion, der Neue Medien- und der Printmediengestaltung erarbeitet. Studierende, die bislang vor allem gestalterisch-künstlerisch gearbeitet haben, werden dagegen auf die Teilnahme an forschungs- und wissenschaftsorientierten Projekten vorbereitet.

Jede Studierende, jeder Studierender wird von einem Professorenteam betreut, das eine der drei gestalterischen Fachrichtungen und die Theorie vertritt. Zentrale Veranstaltung des Studiums ist ein wöchentliches, 6-stündiges Plenum. Hier diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Projekte, die sie in fachbezogenen Kleingruppen entwickeln, mit allen Master-Kommilitonen und -Kommilitoninnen und den beteiligten Lehrenden. In weiteren Veranstaltungen vertiefen sie ihre Kenntnisse der Ästhetik und kulturtheoretischen Forschung. Das Komplementärstudium ermöglicht die Ergänzung und/oder Vertiefung verschiedener gestalterisch/künstlerischer, theoretischer und berufspraktischer Fähigkeiten.

 

 

 

Weitere Informationen

Verantwortliche des Programms

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Prof. Christoph Dreher

Prof. Christoph Dreher

Seit 2001 hauptamtlicher Professor im Pathway Film und Video. Seit 2011 Dekan. Filmemacher, -produzent und Musiker. More

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