Damit wir wissen, dass wir nicht durchblicken

Ute Holl

Veranstaltungsreihe

ULTRA HIGH DEFINITION – Perspektiven Filmischen Erzählens

Studienrichtung

Film und Video

Ort & Zeit

Di, 28. Jan 2014, 19:30 Uhr

Zur parasitären Ästhetik post-kinematographischer Oberflächen

Formen digitaler Bearbeitung von Bild-Oberflächen haben sämtliche Realitätseffekte des Kinos gestört und aufgescheucht: filmische Oberflächen in neueren Filmen thematisieren sich selbst, schieben sich in den Vordergrund, falten sich ein und aus, zerfallen in Pixel und Moshings, lassen Farben spielen, kassieren Hors-Champ und Off, beanspruchen gar nicht mehr, transparent zu sein und schieben uns, in 3D, unsere eigenen Tränen zurück in den Blick. Deutlicher denn je lässt uns das Kino wissen, dass es nur unter der Bedingung unserer eigenen konservativen, konventionellen und konservierenden Partizipation funktioniert. Es will nicht mehr Illusionen hervorrufen, sondern vielmehr unterbrechen, was wir gerne als Realität wahrgenommen hätten. Dazu verbeißt es sich in unsere schöne alte Wahrnehmung. Ein Vortrag in Filmbildern.